Naturkorken

Die immergrüne Korkeiche ist der einzige Lieferant für das Rohmaterial von Naturkorken. Sie ist im westlichen im Mittelmeerraum verbreitet. Dort findet auch der Anbau von Korkeichen statt, um aus ihrer von Luftkanälen durchzogenen, nachwachsenden Rinde Naturkork zu gewinnen.

Naturkorken lassen sich so zusammenpressen, dass sie Weinflaschen dicht verschließen. Dabei findet dennoch ein minimaler Sauerstoffaustausch statt, der dem Wein eine weitere Reifung in der geschlossenen Flasche ermöglicht. Dies, ihre Natürlichkeit sowie ihr hohes Ansehen als authentischer Verschluss hochwertiger Produkte sorgen dafür, dass Naturkorken bei Qualitätsweinen weiterhin die erste Wahl sind.

Ein gewisser Nachteil entsteht jedoch dadurch, dass sich in ihnen gelegentlich Mikroorganismen vermehren, die einen korkig-muffigen Geruch und Geschmack verursachen. Außerdem müssen die Flaschen liegend gelagert und alle paar Monate in 45-Grad-Schritten gewendet werden. Sonst passiert es allzu leicht, dass der Korken beim Öffnen in den Wein bröselt.

Presskorken

Wie Naturkorken bestehen Presskorken aus Naturkork. Nur erfolgt ihre Herstellung aus Korkgranulat. Das ist preiswerter.

Auf der anderen Seite besteht auch bei Presskorken das Risiko, dass sie ein muffiges Aroma abgeben. Zudem können enthaltene Bindemittel in den Wein gelangen.