Qualitätswein b. A. (Q. b. A.)

Qualitätswein oder Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung

Beim Qualitätswein wurden Weinrecht und Bezeichnungen ebenfalls in jüngerer Vergangenheit angepasst. So ist aus dem früheren Qualitätswein b. A. (bestimmter Anbaugebiete, Q. b. A.) ab dem Jahr 2012 Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Wein g.U.) oder einfach Qualitätswein geworden. Die alten Bezeichnungen können allerdings als “traditionelle Begriffe” fortgeführt werden.

Anforderungen an Qualitätswein

Qualitätswein ist die häufigste in Deutschland anzutreffende Qualitätsstufe. Von insgesamt jährlich etwa 8,5 bis 9,3 Millionen Hektoliter, die hierzulande an Wein erzeugt werden, entfallen zirka 5,5 bis 7,3 Millionen Hektoliter auf Qualitätswein ohne Prädikat. Er muss mit einem Mostgewicht ab 55 bis 72 Grad Oechsle nicht nur extraktreicher sein als Wein ohne Herkunftsangabe und Landwein. Darüber hinaus ist vorgeschrieben, dass Qualitätswein zu 100 Prozent aus Trauben besteht, die aus dem ausgewiesenen Anbaugebiet stammen.

In Deutschland gibt es 13 dieser Anbaugebiete für Qualitätswein. Das sind der Größe nach sortiert Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg, Mosel, Franken, Nahe, Rheingau, Saale-Unstrut, Ahr, Sachsen, Mittelrhein, Hessische Bergstraße. Ferner muss der Erzeuger einen Herkunftsnachweis seiner Weine erbringen. Das ist Teil der ebenfalls vorgeschriebenen amtlichen Qualitätsweinprüfung. Sie beinhaltet außerdem eine Überprüfung des Mindestmostgewichtes. Dazu kommt eine Verkostung, bei der die Weine ihre gebiets- und rebsortentypischen Eigenschaften unter Beweis stellen müssen. Des Weiteren gilt ein Mindestalkoholgehalt von sieben Volumenprozent.

Erfüllt ein Wein die formalen Voraussetzungen und besteht alle Prüfungen, erhält er eine amtliche Prüfungsnummer, die auf dem Etikett meist abgekürzt als A.P.-Nr. erscheint und ihn offiziell als Qualitätswein ausweist.